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EINS EINS EINS Magazine, Cover: DIE MÜLLERSTRASSE

DIE MÜLLERSTRASSE

DIE MÜLLERSTRASSE ist eine Sonderpublikation realisiert vom Redaktionsbüro „Der Wedding” unter Julia Boeck und Axel Völker. Das Thema breitet sich auf der benannten Straße und auf einer Länge von exakt 3,5 Kilometern in Berlin-Wedding aus. „Erwarten Sie bitte keine seichte Unterhaltung. Erleben Sie die Straße, wie sie wirklich ist.”

Und so beginnen wir mit einer Ode an die Müllerstraße, gefolgt von einem ersten Abriss der Straße in Zahlen. Diese Zahlen scheinen einem dabei so wahllos zuzufliegen, wie man es bei einem Gang durch so eine Straße eben auch erwartet. „5 Jahre beträgt die durchschnittliche Dauer während der in der Müllerstraße mit dem Ladenschild ‘Neueröffnung’ geworben wird.”, „6 Cent kostet das billigste Brötchen”, „40 kg wiegt ein durchschnittlicher Dönerspieß”, „1827 wurde die Müllerstraße nach den 25 ansässigen Müllern benannt”.

Danach stoßen wir auf die Menschen, die so einer Straße letztlich ihr Wesen geben. Man trifft sich mit einer Jungenclique und gegenüberstellend mit einer Mädchenclique. Dann wird ein bisschen gequatscht und unkommentiert jenes Gespräch schlicht übernommen. Jetzt wissen wir auch: „Müllerstraße ist voll Jauche”.

Von dieser Jauche finden wir zunächst nichts. Dafür folgt aber eine Stilkunde der Gebäude, Stadtmöbel und Fahrzeuge, eine Bestandsaufnahme der Pflanzkübel auf dem Gehweg, eine Testfahrt mit einem Elektrorollstuhl, sowie Blicke in diverse Wohnzimmer und Gespräche mit den ansässigen Unternehmen sowie Traditionsgeschäften. Wenn die Straße dann noch als Reeperbahn des Weddings vorgestellt wird, man einen Tag am Grill verbringt, auf kulinarischen Streifzug geht und mit der „Weddinger Lovestory” das Kapitel abschließt, die uns erzählt wie „Murat die Nicol rumkriegen will”, dann kann man sagen, man war irgendwie da. Und zwar, wie es im Inhaltsverzeichnis bereits eingeteilt ist: Draußen, drinnen und dazwischen.