EINS|EINS|EINS – Magazin
ANOTHER ENKELFÄHIG WANDERING

EINS EINS EINS Magazine, Cover: DOC

DOC

DOC ist das Hochschulmagazin der Designfakultät der Hochschule München. Die Redaktion setzt sich aus wechselnden Studenten zusammen. Die mittlerweile acht erschienenen Ausgaben beleuchten das Design-Geschehen in und um die Hochschule herum. Mit Hilfe von wechselnden Interviewpartnern werden stehts spannende Projekte dargestellt. Zudem bietet das Magazin den Studenten der Fakultät eine Platform für eigene Arbeiten.

Wie die Redaktion des Heftes so wechselt auch die Gestaltung und jede Ausgabe bleibt eine Überraschung.

Das aktuellste Heft beschäftigt sich mit allem rund um das Thema Trend. Interviewt werden unter anderem Tom Ising, Christophe de la Fontaine, Bene Sarreiter, Yasar Ceviker und Julian Baumann. EINS EINS EINS hat einen der Gestalter des Magazins getroffen. Nun im Interview Martin Schumacher, Student der Fakultät Design und Mitherausgeber des DOC Magazins.

IN WELCHES MAGAZIN HABEN SIE ZULETZT VOR DIESEM INTERVIEW GESCHAUT?
Das letzte Magazin, dass ich angeschaut und mitgenommen habe, war das aktuelle COS Magazin für Spring Summer 2015.

WELCHER ARTIKEL ODER WELCHES BILD IST IHNEN AUS EINEM MAGAZIN ZULETZT BESONDERS AUFGEFALLEN?
Da erinnere ich mich an eine Editorialstrecke eines befreundeten Fotografen aus Berlin, welcher für die Panorama Fashion Fair, eine Modestrecke fotografiert hat. Die Bilder sind im Panorama Magazin abgedruckt, das zweimal im Jahr zur Messe erscheint.  

ZU WELCHEM MAGAZIN GREIFEN SIE BEI IHREM ARZT IM WARTEZIMMER?
Zum Arzt gehe ich relativ selten, aber wenn ich bei meinem Zahnarzt im Wartezimmer sitze, dann greife ich zum GEO Magazin. Dort liegen immer mindestens die letzten sechs Ausgaben im Regal.

WELCHES SIND IHRE DREI FAVORITEN UNTER DEN MAGAZINEN?
SLANTED
ZEIT MAGAZIN
NEON

GIBT ES EIN THEMA DAS SIE AUF DEM MAGAZINMARKT VERMISSEN?
Ich glaube, dass es mittlerweile einfach für jeden und alles ein passendes Magazin gibt. Die Auswahl an Magazinen in Läden wie Do You Read Me in Berlin oder dem Sodabooks in München ist der Wahnsinn. Kaum ein Store hat nicht auch ein eigenes Magazin.

WELCHE ROLLE SPIELT FÜR SIE DAS MAGAZIN IN UNSERER GESELLSCHAFT?
Das Schöne ist doch, dass heutzutage jeder der möchte ein Magazin machen kann und Herausgeber sein kann.
Jedes erschienene, gedruckte Magazin ist ein wichtiges Zeitdokument. Es spiegelt den Zeitgeist und Meinungen in einer Form wieder, welche nicht so schnell durch einen Mausklick entfern werden können.

GIBT ES EINEN MOMENT DER IHNEN BESONDERS AM HERZEN LIEGT WENN SIE AN DOC DENKEN?
Als Vertreter eines Studentenmagazins bin ich sehr dankbar, dass uns die Möglichkeit gegeben wird unsere Arbeit zu publizieren und nach Außen zu präsentieren. Wir können uns in einem Rahmen ausprobieren, der uns in dieser Form wohl später nicht mehr so schnell gegeben wird. Wir sind Redakteure, Gestalter und Herausgeber in einem ohne dabei bestimmte Interessen vertreten zu müssen. Das könnten wir natürlich auch in Form eines Blogs machen, aber nichts ist schöner und repräsentativer als die eigene Arbeit gedruckt und gebunden in den Händen zu halten und in Händen anderer zu sehen.

GIBT ES MAGAZINE AUS DER VERGANGENHEIT DIE SIE HEUTE BEEINFLUSSEN?
Nichts ist wertvoller als ein gut geführtes Archiv, um sich Inspiration zu holen. Ich glaube ein Querschnitt ist hier wichtiger als ein einzelnes explizites Magazin. Wir müssen für alles an Input offen sein, was an uns herangetragen wird, was wir selbst entdecken oder was ganz zufällig unseren Weg kreuzt.

WELCHE ZIELGRUPPE HABEN SIE IM VISIER GEHABT?
Mitstudenten, Kommilitonen, Studieninteressierte, Alumni. Unser Magazin soll das Geschehen an unserer Fakultät dokumentieren und nach außen präsentieren.

WIE HABEN  SIE DIE ARBEIT UNTER SICH AUFGETEILT?
Am Anfang des Semesters beginnt für uns als Team die Brainstorming-Phase. Wir sammeln gemeinsam Ideen und Themen, die uns interessieren oder die zum Zeitgeist passen. Wer eine Idee zu einer Rubrik oder Inhalten hat kann diese dann als Redakteur betreuen, aber wir halten das sehr flexibel mit der Aufgabenverteilung. Die Teams für die umfangreicheren Interviews oder Dialoge werden aber gleich zu Beginn festgelegt. Dabei achten wir darauf, dass immer jemand aus dem höheren Semester mit jemandem aus dem niederen Semester zusammenarbeitet, um so einen Austausch zu schaffen. Das ist wichtig, da sich das Team jedes Semester neu zusammensetzt.

WIE SIND SIE AUF DIE AUSWAHL DER THEMEN GEKOMMEN?
Klar müssen wir versuchen unsere Leser immer wieder aufs neue abzuholen, aber prinzipiell machen wir nur das, worauf wir Lust haben und was uns interessiert. Das ist ein großes Privileg und das wissen wir sehr zu schätzen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Hochschule, unseren Dekan und unseren betreuenden Professor.

WIE HABEN SIE ALS GESTALTER DIE TEXTARBEIT ERLEBT?
Sehr anstrengend. Man glaubt gar nicht wie schwierig es ist, ein gesprochenes Interview in lesbare Form zu bringen. Auch andere Beiträge müssen einen gewissen textlichen Reiz ausüben, um gerne gelesen zu werden.