EINS|EINS|EINS – Magazin
TONG DU FRANKIE

ESSES

Jeder, der einmal auf einem Motorrad mitgefahren ist oder gar selbst einst den Schein gemacht hat, um sich ganz alleine in die nächste Kurve zu legen, wird dieses Zitat aus dem Song of The Open Road von dem amerikanischen Dichter Walt Whitman verstehen können:

„To take the best of the farmer’s farm and the rich man’s elegant villa, and the chaste blessings of the well-married couple, and the fruits of orchards and flowers of gardens,

To take to your use out of the compact cities as you pass through, To carry buildings and streets with you afterward wherever you go,

To gather the minds of men out of their brains as you encounter them, to gather the love out of their hearts,

To take your lovers on the road with you, for all that you leave them behind you,

To know the universe itself as a road, as many roads, as roads for traveling souls.”

Das Zitat passt so gut zum Wesen des Motorradfahrens, wie das Magazin ESSES selbst. Es geht so sehr um Fahrphysik, wie es auch um Emotionalität geht. Es dreht sich um Technik und Träume, um einen Sport, eine Lebenshaltung, einen Stil. Um Erfahrungen und ums Lernen, weit über das Beherrschen des Fahrzeugs hinaus. ESSES ist ein Magazin über Motorräder und ihre Menschen, die diese Definitionen widerspiegeln. „For all of us, motorcycles are a way of life but for some, motorcycle are life-changing.” 
Besucht wird in der aktuellen Ausgabe beispielsweise Jeremy Malman, ein ehemaliger Psychologie Student. Er brach sein Studium ab, um eine Motorradwerkstatt in Brooklyn, NYC zu eröffnen. Hier lehrt er Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen, wie man alte Motorräder repariert. Kurzerhand später trifft der Leser auf Ben Taylor und begibt sich mit ihm auf die Rennstrecke. Mittendrin gelangt man dann zu einer Vorstellung der Lewis Lederjacken und spannt damit einen Bogen zur Kultur der Bekleidungsindustrie für Motorradfahrer, die später zum Kultobjekt einer ganzen Gesellschaft wurde, weit über das eigentliche Motorradfahren hinaus. ESSES ist gefüllt mit echten, guten Stories, über ein faszinierendes Fahrzeug und seine Menschen. Während Google sein erstes Auto testet, das von Robotern gesteuert wird, ist die Beziehung von Mensch und Maschine beim Motorrad wohl eine, die unabdingbar jede technische Revolutionierung überstehen wird und uns vielleicht eines Tages als eines der wenigen zeitlosen Beispiele für diesen faszinierenden Bund dienen wird.