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LUX-LESEBOGEN

Deutschland 1946. Der zweite Weltkrieg ist beendet und hinterlässt eine Jugend die viele Fragen hat. Diesen Zustand des Mangels veranlasste den Verlag Sebastian Lux aus München dazu (nachdem dieser dort im Jahr 1944 ausgebombt worden war und in Murnau seinen Neuanfang machte), eine populärwissenschaftliche Heftreihe zu starten, für die es 1946 schließlich die Erlaubnis der Militärregierung gab. Bis 1964 erschienen fortan alle 14 Tage insgesamt 410 Ausgaben, die sich jeweils einem Thema aus Wissenschaft, Technik und Geschichte widmeten. Wer eines dieser Hefte erwarb, konnte Informationen über alte Orgeln, Aale, Shakespeare, Papageie, Mozart, Staudämme, dem menschlichen Auge und dem Mississippi sammeln. Während die Publikation zu Beginn noch

Deutschland 1946. Der zweite Weltkrieg ist beendet und hinterlässt eine Jugend die viele Fragen hat. Diesen Zustand des Mangels veranlasste den Verlag Sebastian Lux aus München dazu (nachdem dieser dort im Jahr 1944 ausgebombt worden war und in Murnau seinen Neuanfang machte), eine populärwissenschaftliche Heftreihe zu starten, für die es 1946 schließlich die Erlaubnis der Militärregierung gab. Bis 1964 erschienen fortan alle 14 Tage insgesamt 410 Ausgaben, die sich jeweils einem Thema aus Wissenschaft, Technik und Geschichte widmeten. Wer eines dieser Hefte erwarb, konnte Informationen über alte Orgeln, Aale, Shakespeare, Papageie, Mozart, Staudämme, dem menschlichen Auge und dem Mississippi sammeln. Während die Publikation zu Beginn noch „Lux-Jugend-Lesebogen” hieß, wurde dieser Titel ab Heft 45 in LUX-LESEBOGEN umbenannt, nachdem sich schnell herausstelle, dass es nicht nur die jungen Menschen waren, die nach Wissen strebten.

Die Hefte wurden im handlichen Format von 10,5 x 15 cm gedruckt und kosteten 20 Pfennig (später 30). Die Auflage betrug jeweils 30.000 bis 60.000 Stück mit 32 Seiten pro Ausgabe. Je ein Autor widmete sich einem Thema, darunter Wissenschaftler, Journalisten, Künstler und Forschungsreisende. Berühmt wurden die Hefte vor allem durch ihr Erscheinungsbild, für das ab Heft Nr. 63 Karlheinz Dobsky verantwortlich war. Seine gestalteten Umschläge zeugen von einer hohen typografischen Vielfalt und unverwechselbaren Optik.

Einen Überblick über alle Umschläge gibt es auf www.luxlesebogen.schekalla.de.